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Tour

Senheim2002
Prag 2003
Senheim 2003
Budapest 2004
Prag 2006
Kernwasserwunderland 2009
Mallorca 2011
Senheim 2014
Amsterdam 2016

 

Senheim 2002

Deutschland



Die erste „kleine Kegeltour“ fand im September des Jahres 2002 statt. Ziel der Reise war ein malerisch gelegener Ort an der Mosel, namens Senheim. Die Unterbringung erfolgte bei Oma Gertrud, welche selbstlos eine komplette Etage für unseren Kegelklub opferte.

Die Tatsache, dass Ihr Enkel ebenfalls ein ordentliches Mitglied des Klubs ist, fiel bei dieser Entscheidung nur leicht ins Gewicht, da alle Senheimer-Bürger stets ein offenes Ohr für Anliegen jeder Art besitzen.

Nachdem wir unsere, zu diesem Zeitpunkt noch neuen, Trikots übergezogen hatten, wurde zunächst die überregional bekannte Gaststätte „Das Kellerchen“ angesteuert. Dort angekommen hat uns die Wirtin Waltraud und Ihr Mann Alvin herzlich empfangen und "in der gewohnten Eile" mit einem feudalen Essen und einigen Runden Alkohol versorgt. So gestärkt konnten wir nun den kurzen, aber stark abfallenden, Weg zum Weinfest antreten.

Den schwer zu erkämpfenden Platz im Festzelt haben uns ehemalige Gastkegler aus dem Mönchengladbacher Raum freigehalten. Kaum Platz genommen spielte auch schon das „Moselland-Trio“ auf. Eine Band, welche die komplette Bandbreite musikalischer Ergüsse beherrscht. Die Stimmung war direkt auf dem Siedepunkt und schon zog es einige Pin´s auf die großzügig gestaltet Tanzfläche. Natürlich ist es zu späterem Zeitpunkt auch zu kleineren Tanzunfällen gekommen, z.B. als Pin Tascha von Ex-Gastkegler Junker galant von der Schulter auf den Bretterboden katapultiert wurde oder Pin Flanzi, mal wieder, seine unnachahmliche Strip-Einlage eingelegt hat.

"Bachus" der Weinkönig und seine Prinzessin, welche stets ein 1-Liter-Weinglas mit sich führten, mussten derweil dieses stets neu auffüllen, wenn Sie unseren Tisch passiert hatten. Dieses Schauspiel haben die Eltern des Pin´s Normi mitverfolgt und eine Vorahnung geäußert, welche sich später grauenvoll bewahrheiten sollte.

Der Schreiber dieses Artikels kann ab dem jetzigen Zeitpunkt nur noch Erzählungen niederschreiben, da seine letzte Erinnerung sein eigener Satz ist "Warum macht die Band denn jetzt schon Pause !".

Als der Schreiber, subjektiv betrachtet, eine Sekunde später aufgewacht ist, lag er mit seinem Kopf auf dem Bauch vom völlig entblätterten Pin Flanzi, welcher Ihm sein bestes Stück anmutig knapp vors Kinn platziert hatte. Pin Flanzi, welcher natürlich auch keine Ahnung hatte wie, wann und wieso er nackt in einem Doppelbett mit Pin Normi liegt, ist, Erzählungen zu Folge, von zwei Mönchengladbacherinnen nach Hause begleitet worden. Diese haben jedoch fluchtartig das Anwesen verlassen, als Pin Flanzi mit der Unterhose in der Hand wedelnd durch das Zimmer flaniert ist.

Pin Hager muss zu diesem Zeitpunkt vom „Afrikanischen Würfelhusten“ befallen worden sein. Auf dem Weg zu den Örtlichkeiten dieser Großveranstaltung kreuzte Ihn, kurz vor erreichen der Kloschüssel, unglücklicherweise ein männliches Wesen, welches mit einem warmen Strahl aus dem Rachenbereich überzogen wurde. Pin Hager hat sich geistesgegenwärtig auf der Toilette eingeschlossen, bis dieses männliche Wesen nach ca. 2 Stunden das stetige Pochen an der Toilettentür eingestellt hat.

Pin Lemke muss zu diesem Zeitpunkt seinen üblichen Sekundenschlaf eingelegt haben. Dabei fällt sein Schädel mehrmals mit voller Wucht und egal aus welcher Höhe, auf die Tischplatte, so dass sich Außenstehende stets um sein Wohlbefinden sorgen. Die ausschweifenden Erläuterungen dieser Abart der restlichen Pin´s verhindern dabei jedes Mal, dass kein Krankenwagen bestellt wird.

Alles in allem war das Weinfest gespickt mit kleinen lustigen Anekdoten und wie immer eine Reise wert. Der Fahrt im Jahre 2003 dürfte nichts im Wege stehen.

PIN NORMI


Prag 2003

Tschechien


Die erste große Kegeltour unserer "jungen" Verbindung startete am 17.04.2003 am Mönchengladbacher Hbf.

Ziel dieses Kurztrips war die goldene Stadt Prag an der Moldau. Bevor wir jedoch Prag erreichen sollten, stand uns eine 14-stündige Odyssee mit der Bahn bevor, welche die Pin´s mit Bier und Speckrunden, sowie Gesängen und Prosa vom feinsten (Pin Class zum Schaffner: "Halt die Fress Du Dummsau !" oder Pin Pit völlig zusammenhangslos: "15 zu 8 !?").

Nach einer leichten Orientierungslosigkeit an den diversen Prager Bahnhöfen, haben wir den Weg in unsere Unterkunft für die nächsten Nächte in der Hradesinska 35 ausfindig gemacht. Wir erhielten auch prompt die Zimmerschlüssel für die "Suiten" 8 und 16. Mit den recht "spartanisch" eingerichteten Zimmern , welche zudem mit sehr "speziellem" Mobiliar ausgestattet waren, konnten wir uns nicht direkt anfreunden. Leider konnte auch die Pornoproduktionsstätte "Young Productions" im Erdgeschoss den Gesamteindruck der Behausung nur leicht anheben, so dass ein Hotelführer maximal einen Neuntel-Stern vergeben würde. Aufgrund dieser unerwarteten Wohnsituation wurde die eingeplante Mittagsruhe kurzerhand gestrichen und stattdessen eine halbwegs erfrischende Duschsession eingelegt. Hierbei begab es sich, dass Pin Normi während des Duschens plötzlich Stimmen hinter seinem Badezimmerfenster vernahm. Als er dieses Fenster öffnete rauschte der hauseigene Fahrstuhl an selbigen vorbei und ein Blick vom Bad in den Fahrstuhlschacht wurde preisgegeben.

Gegen Nachmittag wurde der Gang in die Altstadt begangen. Nach feudalem Essen in einem Rittersaal wurde eine Prager-Nobeldisko direkt an der Karlsbrücke aufgesucht. Neben der unvergleichbaren Musik im dritten Stock, in welchem durchgehend Sahnestücke der Achtziger-Jahre gespielt werden, durften wir an einer Darbietung teilhaben, welche so nie wieder zahlendem Publikum geboten werden wird. Ein Herr, bekleidet mit Anzug und Krawatte, spaltete kurzum die tanzenden Masse, wie sein biblischer Vorgänger Moses das Meer, und setzte mit viel Schwung zu einem "Diver" auf den mit Glasscherben und diversen Flüssigkeiten überzogenen Betonboden an. Wir waren alle paralysiert und konnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, was dieser Aktionskünstler nur kurze Zeit später für uns vorbereitet hatte. Er wiederholte das oben beschriebene Prozedere, jedoch stülpte er sich zur Krönung noch eine volle Metallmülltonne über den Kopf. Ein Anblick, welchen die Pin´s niemals vergessen werden.

Am nächsten Morgen haben die Pin´s Ihre Stammkneipe in der Hradesinska aufgesucht, welche mit einem großen Pils der Marke Gambrinus für umgerechnet 45 Cent und einem kulinarischem Leckerbissen für 2,30 Euro lockte. Hier konnte man wunderbar vorglühen und sich die dringend notwendige Grundlage schaffen, d.h. wenn man am "Searge", dem heiligen Schutzpatron dieser Lokalität, vorbeigekommen ist und sich unter seinem wachsamen Auge nicht zu viel zu Schulden kommen lies. An Abend haben wir im berühmten "Goldenen Löwen" diniert und zunächst das Edel-Etablissement "Goldfinger" angesteuert. Hier wurden die animalischen Triebe der maskulinen Pin´s durch eine überaus erotische Bühnenshow angestachelt. Die beiden Table-Dances haben ebenfalls für illustere Situationen gesorgt, z.B. als Pin Hager vor den heranschnellenden Brüsten zurück zuckte, als Pin Flanz den rosa farbenden Schlüpfer auf seinem Kopf geschickt balancierte oder Pin Aretz stets den "Tauben" spielte, damit die Damen Ihm ins Ohr flüstern mussten. Hiernach wurde wieder unsere Stammdisko besucht.

Als wir das Licht des letzten Morgens erblickten, zog es uns gegen 11.00 Uhr wieder zum "Searge" und wir starteten erneut unsere "Schockrunden" (Würfelspiel) um die großen Bierchen. Wobei Pin Tascha alle anderen Pin's immer wieder aufs neue mit Ihrem "STOCK drei" auf die Verlierbank degradierte.

Da wir um ca. 20:00 Uhr unsere Koffer packen mussten (Hierbei wurden wir heimtückischerweise von dem Holz-Interieur angefallen und Pin Hager tätigte den Ausspruch: "Wir sind doch nicht Oasis!"), um unseren Zug um 21:47 Uhr am Prager Hbf Richtung Heimat zu erreichen, hatten wir leider "nur" jeweils zwei Essen und insgesamt 96 Biere erschockt. Kein Wunder also, dass wir uns auf dem Weg zum Bahnhof schnellstens mit einheimischen Dosenbier der verschiedensten Sorten versogen mussten, so dass der angenehme Promille-Reisepegel nicht zu tief absinken konnte. Die Heimreise verlief relativ reibungslos, auch wenn alle zehn Minuten eine dominanten Stimme "Passportski Kontrollski" ins Abteil brüllte. Zusammenfassend kann man von einer sehr abgerundeten Tour mit viel Spaß, Alkohol, Augenfreuden, Wortwitz und Gesang sprechen, welche sich uns allen in unsere Hirnwinden eingebrannt hat.

PIN NORMI

Senheim 2003

Deutschland


Am 05.07.2003 fand das alljährliche große Weinfest in unserem Zweitwohnsitz Senheim an der Mosel statt.
Die erste Splittergruppe unseres geselligen Kegelklubs, welche mit den Pin´s Tascha, Lellek, OlliA und Normi besetzt war, hat gegen 14:00 Uhr den beschwerlichen Weg Richtung Rheinland-Pfalz auf sich genommen.

Nach knapp zwei Stunden Fahrtzeit, welche die Pin´s mit Auszügen aus der Rheydter Szenezeitschrift "Der Mittelpunkt" überbrückt haben, war das Ziel der Reise auch schon erreicht. Umgehend wurde das Haus von Oma Gertrud (im stillen Gedenken) bezogen und die Klub T-Shirts übergestriffen, so dass der kurze Fußmarsch durch das beschauliche Dorf zu einer Art "Catwalk" ausartete. Kaum im Ortskern angekommen wurden wir auch schon von der einheimischen Tanzkapelle mit einem Straßenumzug verwöhnt, wessen Ende die amtierende Weinkönigin und die Weinprinzessin in einem offenen Alfa Romeo Cabriolet bildetet.

Da unser Stammlokal "Das Kellerchen" noch nicht geöffnet hatte, haben sich die vier Pin´s direkt ins Getümmel des Weinfestes gestürzt und die erste Flasche der Karte bestellt und bewertet. (Für die nicht Insider des jährlichen Weinfest-Prozederes: Getrunken wird die Weinkarte von oben nach unten und von unten nach oben. Hierbei wird von jedem Pin eine Bewertung von einem Punkt bis hin zu zehn Punkten vergeben. Die besten drei Weine werden zum Abschluss des Abends dann erneut verköstig)

Bei dieser ersten Weinprobe vernahmen wir folgenden Satz aus der Ansprache der Bürgermeisterin, welcher hier niedergeschrieben werden muss, um diesen der Nachwelt zu erhalten: "Das beste am Baum sind die Äste und beim Feste die Gäste". Diesen Ausspruch haben wir zu unserem Motto für den gesamten Abend erklärt.

Zwischenzeitlich hat unser Stammlokal auch die Türen für das gemeine Volk geöffnet, so dass wir uns mit lukullischen Speisen, sowie ein paar Gläsern Pils und einer Flasche Wein (ohne Bewertung) für die angehenden Aufgaben stärken konnten. Als wir gerade das Kellerchen verlassen wollten, wurde unsere Gruppe mit zwei ehemaligen Gastkeglern verstärkt. Andre und Veit wollten sich ebenfalls das Weinfest nicht entgehen lassen uns haben uns zum wiederholten Male mit Ihrer Anwesenheit beglückt, so dass wir mit insgesamt sechs Personen den Weg ins Festzelt angehen konnten. Die Personenzahl sollte sich aber nur wenige hundert Meter weiter wieder um zwei erhöhen, als nämlich Pin Hage und Pin Claß uns in freudiger Erwartung in die Arme liefen. Nun waren es acht unerschrockene und unheimlich durstige Gestalten, welche die Bühne des Volksfestes betreten sollten. Sofort wurde mit dem bereits oben angesprochenen Wein-Prozedere begonnen und die Stimmung war dementsprechend schnell dem Siedepunkt nahe. Zu uns gesellten sich noch im Verlaufe des Abends weitere Personen aus der Verwandtschaft des Pin´s Normi, wie z.B. Cousin Uwe mit Freundin Marian, welche extra aus der Schweiz angereist waren, sowie Alfred, Ilona und Lollo aus Rheydt. Die Weinkönigin mit Ihrer Prinzessin konnte, aufgrund der Vielzahl von gut aussehenden männlichen Wesen, nie lange unserem Tisch fern bleiben und verwöhnten uns deshalb fast den gesamten Abend mit den großen Weinkelchen. Ein Dank an dieser Stelle für dieses gastfreundschaftliche Verhalten. Pin Tascha musste sich in diesem Jahr etwas früher verabschieden, da die Tagesform eine weitere Beteiligung an der Weinverköstigung nicht zugelassen hat. Die anderen Pin´s haben diesen Verlust, nach kurzem Bedauern, schnell in eine noch höhere Schlagzahl umgemünzt und mit Ihrem eindeutig zweideutigen Liedgut das Zelt zum kochen gebracht. Das Ende des Abends war nah, als Pin Aretz bei Alfred im Arm einzuschlafen drohte und Pin Lellek, wie bereits im letzten Bericht erwähnt, seinen gefährlichen Sekunden/Stunden-Schlaf einlegte. Nebenbemerkung: Veit und Andre haben zu diesem Zeitpunkt noch nähere Kontakte zu der Weinkönigin bzw. zu der Weinprinzessin geknüpft und es wurde sogar eine Telefonnummer ausgetauscht. Mal sehen was draus wird !

In unserer Unterkunft angekommen hat sich Pin Normi direkt neben seine Herzdame Pin Tascha ins Doppelbett gelegt und in fleischartige Brocken gegriffen. Wie sich später herausstellen sollte waren dies die Überreste des zuvor verspeisten Zigeunerschnitzels, welche Pin Tascha fein säuberlich über drei viertel der Matratze verstreut hatte, so dass von einer bequemen Nachtruhe nicht wirklich gesprochen werden konnte. Pin Aretz und Pin Claß haben es sich auf einer Couch gemütlich gemacht und sind auch recht schnell im Land der Träume gewesen. Anders haben es Pin Hage und Pin Lellek angetroffen. Nach einem nicht enden wollenden Gerangel haben diese beiden Pin´s die Nachtruhe in einem Einzelbett verbracht. Genauere Abläufe fallen unter den Mantel des Schweigens und sollten nur Klubintern ausgesprochen werden dürfen. Die Nacht verlief ansonsten fast reibungslos, sieht man von der erneuten Kotzorgie von Pin Tascha ab, welche den restlichen Mageninhalt auf einem Handtuch verteilte. Am nächsten Morgen haben wir uns noch schnell mit Brötchen aus dem Hause Stenz versorgt und sind dann gegen Vormittag Richtung Heimat aufgebrochen. Fazit: Senheim ist und bleibt immer eine Reise wert. Einfach toll.

PIN NORMI

Budapest 2004

Ungarn


Kegeltour nach Budapest vom 09.04.2004 bis zum 11.04.2004

Die Kegeltour des Jahres 2004 führte die Pins in die herrlich an der Donau gelegene ungarische Hauptstadt Budapest. Die Vorhut, bestehend aus Pin Tascha, Pin Hage, Pin Flanzi, Pin Normi und Pin Aretz, trafen sich um 03:45 Uhr bei selbigem und Andrea P., die liebreizende Fahrerin des Zafira-Shuttle-Busses, brachte die wertvolle Fracht sicher zum Flughafen Köln/Bonn. Nach dem Check-In um 5:30 Uhr konnte auch schon das erste wohlschmeckende Holsten aus der Dose verköstigt werden.

Der Hinflug verlief ohne Zwischenfälle, so dass die Pins gegen 09:00 Uhr erstmals ungarischen Boden betraten und umgehend von dem bestellten Taxi-Fahrer, kurz die „fette Sau“ genannt, in Empfang genommen wurden. Auf dem halbstündigen Transfer vom Flughafen zu unserem Hotel namens „Victor Appartements“ im Stadtteil „Pest“, vermittelte uns „fette Sau“ diverse Insider-Tipps, welche fast ausschließlich das Thema „Essen“ behandelten und berechnete uns zu allem Übel noch 10000 HFt, ca. 40 Euro, „Freundschaftspreis“. In unserer gebuchten Unterkunft wurden wir von dem schmandigen Rezeptzionisten mit den Worten empfangen: “Hello, you can sit down there (Fingerzeig auf die im DDR-Style gehaltenen Hotellobby) I need two or three minutes!!“

Gesagt, getan. Die Pins nahmen entspannt Platz und wurden umgehend von einer Chlorwolke eingenebelt, welche die agile Putzfrau des Hauses verursachte, indem Sie unverdünntes Chlor lustig auf dem Fußboden verteilte und kontinuierlich den fast vollends verätzten Lappen durch die Luft wirbelte. Die Auswirkungen auf die Schleimhäute und die Tränenkanäle der Pins dürften jedem klar sein, jedoch sollte der nervlichen Belastbarkeit des geselligen Kegelklubs eine weitere schwere Prüfung bevorstehen.

Ein Mann mittleren Alters betrat nach einer halben Stunde die Szenerie, stellte sich als Mitarbeiter der Reisegesellschaft vor, und lies sich die Buchungsunterlagen von Pin Aretz aushändigen. Ein rascher Blick auf die Unterlagen und er verschwand in der Rezeption. Kurze Zeit später, wir wollten schon aufstehen und ihm in unsere Zimmer folgen, forderte er erneut Einblick in die Unterlagen, nur um wieder in der Rezeption zu verschwinden. Als er nun das dritte Mal auf uns zukam, wurde uns die Sache langsam mulmig. Klar was nun passieren mußte, er forderte einen Blick in die Buchungsunterlagen und verschwand in der Rezeption.

Nun war uns allen klar, hier konnte etwas nicht stimmen. Unsere Befürchtung wurde bestätigt, als uns dieser lustige Geselle mit den Worten begegnete: “Guys, we have a problem. There must be somthing wrong with the reservation, because there is NO!!!!“ Heureka, wieso sollte auch mal eine Fahrt unserer Vereinigung des guten Geschmacks ohne Problem verlaufen. Nach einer kurzen Diskussion in einem Sprachmix aus Deutsch-Englisch-Ungarisch, haben wir uns auf ein Ausweichhotel im Stadtteil „Buda“ einigen können, was sollten wir auch machen.

Nach dem ersten Schreck, welchen uns die Fassade dieses Ausweichhotels versetzte, waren wir angenehm überrascht, als wir unsere Zimmer in den Professoren- und Gastdozentenwohnungen erblickten und beziehen durften. Die Koffer wurden verstaut, Pin Flanzi erleichterte sich um mehrere Kilo Gehacktes ohne Knochen und der Gang in die Budapester Innenstadt wurde erstmals in Angriff genommen.

Nach wenigen Metern waren wir schon am Ufer der Donau, passierten den Gellert-Berg, wechselten galant die Uferseite über unsere „grüne Brücke“ und steuerten zielstrebig eine urige Lokalität an, welche angeblich in Besitz unseres Pins Hager war. Dort wurden, nach der Verspeisung einer „Gulaschsuppe“ Marke „brauner Teller – heißes Wasser – wenig scharf“ die Würfelbecher ausgepackt und das überregional bekannte Trinkspiel „Schocken“ in Perfektion zelebriert.

Die Pins waren in so guter Schockform, daß um 14:45 Uhr schon der Satz fiel „Ich bin Lattenvoll !“ aber die zwei Stunden bis die Nachhut, bestehend aus Pin Lemke und Pin Claß, aufschlagen sollten, mussten noch ein wenig überbrückt werden. Wieder im Hotel angekommen wurde natürlich wieder ein Runde geschockt, aber da wir kein Bier mehr sehen konnten diesmal um Schnaps, um Speck um genau zu sein, und bald fielen uns auch schon die Nachkömmlinge in den Arm.

Nun waren wir komplett und die geballte Ladung aus Frohsinn und Feierlaune verlebte den ersten Abend in der Altstadt wie üblich: „Schocken, Singen, Gewaltmärsche und ein paar Hektoliter Alkohol pro Pin.“ An Nachtruhe war standesgemäß nicht zu denken, da vor allem Pin Claß und Pin Aretz mit Ihren durchdringenden Stimmen die gesamte Hoteletage beschallten, ja sogar Pin Lemke war zu hören als er Fangesänge der Frankfurter Eintracht anstimmte.

Am nächsten Morgen stand den Pins der sportliche Höhepunkt unserer Reise bevor, als „Entenmutti“ Pin Tascha den gesamten Klub den kaum ohne Sauerstoffmaske zu bezwingenden Gellert-Berg hoch hetzte und dafür nicht nur Lob erntete. Die Belohnung für diese unmenschliche Leistung war ein wunderschöner Blick über die Donaumetropole und eine Flasche Wasser für umgerechnet 5 Euro, welche ein findiger Geschäftsmann auf dem Gipfel offerierte.

Kein Wunder also, das die Pins einen schnellen Abstieg ins Auge faßten und weit ab von den Touristenwegen die halsbrecherische „Querfeldein-Variante“ bevorzugten, auch wenn jene Gleichgewichtsgefühl und ein enormes Maß an Fuß-Auge-Koordination voraus setzte.

Nach einem feudalen Essen steuerten wir wieder Pin Hagers Kneipe an und passierten kurz vor dem Ziel einen, wie soll man es umschreiben......Heckenpenner, welchen wir bei der mittäglichen Ohrpflege beobachten durften. Als dieser das Taschentuch aus dem Gehörkanal hervorzauberte, wurde ein unmenschlich großer gelb-grüner Klumpen Ohrenschmalz sichtbar, der Pin Flanzi zu der Aussage hinreißen lies: „Ich wette der formt da gleich ´ne feine Kerze draus !“ Nach diesem Appetizer mußten wir natürlich eine Runde schocken und konnten noch nicht ahnen was für eine Gauklertruppe nur wenige Minuten später unsere Sicht der Dinge für immer verändern sollten.

Wir staunten alle nicht schlecht als plötzlich ein langhaariges Etwas mit einer Indianerfeder(!) geschmückt in unserer Kneipe erschien und uns verdutzt anstarrte. Pin Hager begrüßte den „Apatchen“ mit den Worten „Auch Pudelkönig ?!“, jedoch konnte er die Frage nicht beantworten, da er erstens keine Ahnung von unserem Pudelkönigsbrauch hatte, zweitens ein Engländer war und drittens Pin Hager sich, in seiner bekannten Manier, arrogant abwendete und den kleinen Bruder von Winnetouch im Regen stehen lies.

Wir konnten ja nicht ahnen welchen Bekanntenkreis dieser verstoßene Fährtenleser im Schlepptau hatte. Als nächstes erschien ein bulliger Kerl mit hellblonder Perücke und schwarz-silbernen Jackett, gefolgt von einer weiteren Person mit einem Riesen-Guiness Hut, rosa Handschuhen und Kochhose. Nach und nach betraten die merkwürdigsten Gestalten unsere Stamm-Schockkneipe, wie z.b. ein Typ mit Wollmütze inklusive Ohrenschonern und einer überdimensionalen Clownsbrille oder aber ein zunächst unscheinbarer Vertreter dieser Laienspieltruppe, der aber bei näherer Betrachtung eine Gummipuppe hinter sich her zog.

Jetzt war uns allen klar, hier ist Fetenpotential pur und wir begrüßten die Fremdlinge mit einem beherzten „Football is coming home !“, welches Sie ebenso vollmundig zurück schmetterten und dabei in den hinteren Teil des Lokals zogen. Auf anraten von Pin Normi, wechselten die Pins ebenfalls den Standort und begaben sich in die Höhle des Löwen, bauten uns am Nachbartisch auf und begannen mit kleinen verbalen Interaktionen. Schnell war das Eis gebrochen und ein Abend voll mit Höhepunkten sollte seinen Lauf nehmen.

Zunächst waren wir verwundert, warum einer unserer neu erworbenen Freunde ständig im After der Gummipuppe herumfingerte, doch als er das Stück Katzenfutter aus dem Darmtrakt seiner Gespielin zog und dieses genüsslich verspeiste, wollte kein Pin eine gezielte Nachfrage stellen. Pin Lemke stimmte sein Vater Abraham an und der kleine Saal drohte zu zerbersten, als tatsächlich die Freunde von der Insel in diesen Gesang mit einstimmten.

Danach präsentierten die Pins das „Dingsda-Spiel“, an wessen Ende ein Glas Schnaps, in diesem Falle der hochprozentige Obstlerverschnitt „Plum“, getrunken werden musste. Ein Liverpooler, wie sich später herausstellen sollte, benässte seine Fingerspitze mit dem Schnaps und zog den Tropfen in die Nase. Abermals starrten sich die Pins ein wenig verwundert an, o.k. andere Länder andere Sitten, aber warum Schnaps in der Nase ? Wir konnten den Gedankengang nicht zu Ende bringen, als sich dieser wahre Künstler den kompletten (!) Schnaps in die Nase zog und das 4 cl Schnapsglas (in Budapest trinkt man stets doppelte Schnaps) leerte. So etwas haben wir noch nie gesehen und ich befürchte wir werden es auch nie mehr sehen.

Auf Nachfrage bei seinen Freunden bestätigten Sie uns dieses merkwürdige Verhalten, d.h. Sie sagten uns er würde jeden vierten oder fünften Schnaps auf diese Weise inhalieren. Um die Stimmung noch weiter anzuheizen wurde leicht provokant der Schlachtruf „You only sing when you win it !“ von den Pins angestimmt, worauf natürlich prompt eine Reaktion der „Gegenseite“ erfolgte.

Bevor wir die Lokalität gemeinsam wechselten wollten wir wissen wie loyal unsere Freunde aus dem britischen Königreich wirklich sind und stellten unsere neu erworbene Freundschaft auf die Feuerprobe. Die Pins erhoben sich von den Plätzen, nahmen Haltung an, Pin Tascha legte Ihre Hand aufs Herz, und wir stimmten mit viel Seele die deutsche Nationalhymne an. Kurzzeitig herrschte ein wenig Irritation in dem Rund, aber als wir unsere rührende Sangesdarbietung beendeten, brauste Beifall auf. Das war der Ritterschlag und der Startschuss für weitere Stunden der völligen Besinnungslosigkeit.

Die Odyssee durch mehrere Kneipen fand ein weiteres Highlight in einem Burger King Restaurant, das von den ca. 18 Engländern/Walisern/Schotten und den Pins im wahrsten Sinne des Wortes gestürmt wurde. Hier wurden nicht nur Dekorationen, Preisschilder und sonstige „relativ“ unbefestigte Gegenstände entwendet, sondern auch die Gummipuppe wieder aktiv in den Abend eingebunden. Wie, ganz einfach, zwei Personen halten die Gummipuppe jeweils an einem Bein fest, ziehen die Beine auseinander, so dass der „Ersatz für die feste Freundin“ halbhoch und mit von sich gespreizten Beinen über dem Boden schwebt. Eine dritte Person nimmt dann Anlauf und tritt mit voller Wucht in die Weichteile dieses „schwebenden Verfahrens“ und katapultiert somit die Pornopuppe in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durch das Fast-Food-Restaurant. Ein Anblick der nicht jedem zahlenden Familienvater in dieser Lokalität gefallen haben dürfte, aber warum nimmt man auch an einem Ostersamstag seine Kinder um 22:00 Uhr mit in ein solches Etablissement wie Burger King ?!

Im Wandel des zunehmenden Wahrnehmungsverlustes haben sich dann unsere Wege getrennt, wie und wo genau kann nicht mehr exakt niedergeschrieben werden, es muss allerdings in der Nähe des Gellert-Berges gewesen sein. Zur Info: Die Briten befanden sich auf einer Junggesellenabschiedstour. Viel Glück in Deiner Ehe Spencer !

Auf dem Heimweg zum Hotel wäre Pin Normi beinahe schwer verunglückt, da Pin Lemke in aus einer Laune heraus vor ein auf Brusthöhe gespanntes Stahlseil schleuderte. Nur Pin Normis muskulösen körperlichen Konstitution ist es zu verdanken, das nichts Schlimmeres passiert ist.

Im Hotel angekommen, beschlossen die Pins Claß, Olli, Flanzi und Hage doch noch eine Disco in der Stadt ausfindig zu machen. Als die grüne Brücke überschritten und die Pins in der City angekommen waren, erspäte Pin Flanzi auch schon 2 große Lichtsäulen, die auf eine nahe Disco hindeuteten. 400 Meter und 2-3 kleinen Pausen später waren wir nur einen Häuserblock von einer Disco entfernt als Pin Claß plötzlich die Lust verlor weiterzugehen und lieber schnurstracks auf ein kleines unauffälliges Lokal zusteuerte. Wie sich später rausstellen sollte, war es zufälligerweise ein Striplokal und wo wir schon einmal dort waren, wollten wir die Mädels nicht vor den Kopf stossen und unterhielten uns ein wenig mit ihnen.

2-3 tabledance und einige Narben später (der Metzger lässt grüßen) verließen wir die Bar und machten uns mit Liedern der Bläck Föös auf den Lippen auf den Weg in Richtung Hotel. Dort angekommen konnten wir es nicht mitansehen, wie der arme Speck alleine und vor allem voll im Kühlschrank stand, und frönten unserem Würfelspiel.

Dabei wurde zufällig herausgefunden, das man den Geschmack von Speck mit Apfelsaft kombiniert neutralisieren kann. Dieser Mix war zwar recht gut zu trinken aber die Nebenwirkungen dse Specks blieben erhalten und so war speziell Pin Hage im Verlauf des Abends nicht mehr in der Lage auf dem Stuhl zu sitzen. Zudem beschwor er laute Musik zu vernehmen und überredete Pin Flanzi mit ihm durch die diversen Etagen unseres Hotels zu schlendern. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass nur in unserer Etage Touristen nächtigten, da sich das Hotel auf dem Campus der TU Budapest befand und die anderen Etagen als Stundentenunterkunft diente. Pin Hager klopfte und trat trotzdem gegen jede einzelne Tür, stets auf der Suche nach der angeblichen Studentenfete, welche er ja nach eigenen Aussagen die ganze Zeit hörte

Diese Verhalten bescherte den Pins am nächsten Morgen im Frühstücksraum böse Blicke der anderen Gäste. Der Missetäter selber frühstückte bewusst nicht, da er sonst höchstwahrscheinlich der Lynchjustiz zum Opfer gefallen wäre und mehr als einen DinA4 großen blauen Fleck an der Innenseite seines Oberschenkels mit nach Deutschland genommen hätte. Woher dieser stammt ist nicht geklärt.

Nach diesem Frühstück in recht angespannter Lage verabschiedeten wir uns von Pin Lemke und Pin Claß, die wieder den Heimweg antraten. Die anderen Pins nahmen sich eine weitere Bergetappe vor, diesmal wurde der Aufstieg in das Burgenviertel, welches ein Weltkulturerbe ist, angetreten. Nur 400 Meter hinter dem gefährlichsten Briefkasten der Welt, der sich auf einem kleinen Grünstreifen mitten auf einer vierspurigen Schnellstrasse befindet, erstreckten sich auch schon diese eindrucksvollen Bauwerke des Mittelalters.

Nach einer Photosession und der Betrachtung des Wachwechsels auf der Burg, wurde ein feines Speiserestaurant aufgesucht, wo wir die Grundlage für die letzte Schockrunde legten. Auf dem Weg Richtung Schockkneipe erblickten wir zu unserer Freude in der Fußgängerzone unsere britischen Blutsbrüder, welche uns ein kurzes musikalisches Ständchen darbrachten und sich freundlich von uns verabschiedeten. Nach einer weiteren mehrstündigen Schocksession haben wir leise Abschied von Budapest genommen und uns schweren Herzens auf den Weg zum Flughafen gemacht.

Der überaus „freundliche“ Fahrer des Airport-Minibusses begrüßte uns mit den Worten „Ticket“ und „Cash“. Falscher Fehler, den grauhaarigen Typen haben wir sofort gefressen und die ganze Fahrt mit Beschimpfungen, Scherzen und anderen Provokationen bedacht. Hätten wir im nachhinein betrachtet eventuell nicht machen sollten, da er uns an einem falschen Terminal abgesetzt hat, der sich allerdings nur 6 Kilometer von unserem richtigen Abflug-Gate befand. Absicht?!

Nachdem Pin Flanzi in seiner unnachahmlichen Art den halben Infoterminal aufgewühlt hat, wurde uns ein kostenloser Transfer zum korrekten Gate zugesichert. Vor dem Start der Maschine tätigte Pin Aretz mehrmals lauthals die Äußerung „Ich habe ein ganz ungutes Gefühl. Das geht nicht gut!“ Pin Normi sprang auf diesen Zug auf, als er beim Start die Frage über eine Sitzreihe hinweg stellte „Olli, Du bist doch jahrelang geflogen. Die rechte Turbine hört sich nicht gut an, oder“. Pin Aretz beantwortete diese Anfrage mit „Das habe ich auch schon gedacht, aber ich wollte nichts sagen!“. Die Passagiere in näherer Umgebung wurden schon leicht ungehalten, machten aber noch einen halbwegs beruhigten Eindruck, der jedoch umgehend verflog als die Stewardess zum Bordmikrofon griff und sagte „Wir haben momentan Probleme die benötigte Reisehöhe zu erreichen (längere Sprechpause)....aufgrund von Turbulenzen“. Plötzlich kippte die Stimmung in den umliegenden Sitzreihen und die Stille dominierte das Geschehen. Die Pins konnten hingegen in Ruhe schlafen. Nach der Landung wurde noch schnell ausgecheckt und unsere Fahrerin Andrea P. wartete schon sehnsüchtig auf uns. Die Heimfahrt verlief, abgesehen von merkwürdigen Gerüchen aus der hinteren Region des Zafira-Shuttle-Busses, relativ unkompliziert, so dass die Pins gegen 01:00 Uhr in Ihren verdienten Schlaf fallen konnten.

Resümee:
Unglaublich viel Spaß in einer tollen Stadt und zudem die Völkerverständigung zwischen Insulanern und Mitteleuropäern positiv untermalt.


PIN NORMI



Prag 2006

Tschechien


Die Kegeltour des Jahers 2006 führte die Pins erneut in die Moldaumetropole Prag, in der unsere illustere Vereinigung vom 02.06.-04.06.2006 ein wunderschönes Wochenende verbrachte.

Treffpunkt war der Mönchengladbacher Hbf, hinter dem sich alle sieben Mitstreiter pünktlich um 7:25 Uhr einfanden, um das erste Bier des Morgens verkosten zu dürfen. Auf der Zugfahrt zum Flughafen Köln/Bonn überaschte uns Pin Pit mit einer noch nie da gewesenen Wortschöpfung aus seinem Munde, in dem er den zusammenhängenden Satz "Da gehen die in Revision" durch das Abteil schmetterte und somit die restlichen Pins vollkommen verblüffte.

Im Flughafen angekommen musste Pin Olli einen 3-Liter-Turm feines Sion Kölsch ausgeben, da er sich weigerte die Pudelmütze, welche er beim letzen offiziellen Kegelabend erspielt hatte, ständig auf dem Kopf zu behalten. Den Unmut über dieses Verhalten konnte auch durch den 5-Liter-Turm dieses Gebräus, der durch Kassenwartpin Taschi bezahlt wurde, nicht vollkommen weggespült werden. Nun ging es ganz schnell, d.h. einchecken, anschnallen, abschnallen, auschecken und ab in die von Pin Flanz vorsorglich gebuchten beiden Transfertaxen, welche auf uns am Prager Flughafen warteten.

Die ersten Flatulenzien lösten sich auf der 20 min. Fahrtzeit in die Innenstadt, so dass der Taxifahrer voller ekel und in großer Eile die Fenster seines Volvos öffnete, um sich noch halbwegs auf den Strassenverkehr konzentrieren zu können. Bei den in diesem Wagen mitfahrenden Pins Olli, Pit und Normi konnte dieser vertraute Geruch nur großes Gelächter auslösen und vermittelte einen Hauch von Heimat. Kurze Zeit später konnten wir auch schon unser schönes Appartment direkt im Herzen der Stadt beziehen, welches sich über zwei Etagen erstreckte und den Pins, neben Sauberkeit und Schockraum, noch einen wunderschönen Blick Richtung Altstädter Ring und über die Dächer von Prag bot. Es wurde sich kurz frisch gemacht und die ersten Schockrunden inklusive Mittagessen in einer Kneipe um die Ecke eingenommen, bevor der Fußmarsch die Pins durch die Altstadt, über die Karlsbrücke, rauf zum Hradschin, vorbei am St. Veitsdom und runter in die nächste Kneipe führte, in welcher uns ein in Hamm geborener Halbitaliener erzählte, wie toll es ist in Prag zu kellnern und uns dabei mit feinem Gambrinus versorgte.

Die Zeit bis zum frühen Abend überbrückten die Pins in Ihrem Appartment-Schockraum, in dem um feinen Stuffkamp gespielt wurde. Der Schlachtruf "UM DEN STUFFKAMP, UM DEN STUFFKAMP" ertönte ein ums andere mal und übertraf sogar die lauten Klänge unserer Musikanlage. Danach stürzten sich die Pins in das Nachtleben von Prag und steuerten zielsicher den teuersten Stripclub der Stadt, namens "Goldfinger" an. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einem Flyerverteiler eines konkurierenden Nachtclubs angesprochen, der uns auf die Preisunterschiede und die Sparmöglichkeiten hinwies, aber Pin Hager beendete diese Lobpreisungen mit dem Satz "WE HAVE IT!!!!". Später am Abend besuchten die Pins eine Disko direkt an der Karlsbrücke, welche auf diversen Ebenen unterschiedliche Musikstücke und teilweise vollkommen verstrahltes Publikum zu bieten hat, welches bereits im letzten Pragbericht am Beispiel "Diver" näher erläutert wurde. In dieser Umgebung konnten die Pins das Haus rocken und tanzten bis in den frühen Morgen. Nach dem Aufstehen lockte auch schon wieder der Schockraum, welcher bis zum leeren des Stuffkamps gegen kurz vor 12 die Pins fesselte, bevor wir uns auf den Weg in unsere Stammkneipe der letzten Pragreise machten. Das Wetter spielte mit und so erreichten wir nach einem halbstündigen Fußmarsch die Eckkneipe der Hradesinska, die in diesem Jahr leider eine Enttäuschung war. Kein Searge, keine Madame und vor allem kein Essen, so dass die Schockrunden kürzer ausfielen als geplant.

Auf dem Rückweg in unsere Unterkunft kehrten wir noch in einer weiteren Lokalität ein, die uns mit Pilsener Urquell und gutem Essen verwöhnte. Das übliche Prozedere von frisch machen und schocken in gewohnter Umgebung folgte auf dem Fuß, wobei der neu erstandene Schnaps namens "Fernet Stock" nicht wirklich eine Gaumenfreunde war. Diese holten wir uns später in einem feinen Speiserestaurant wieder, bevor sich die Pins in der Altstadt aus den Augen verloren und sich erst in der Nacht im Appartment wieder trafen. Berichten zu Folge hat Pin Hager vier Kästen Bier bei einer Wette gewonnen, haben Pin Lellek und Pin Flanz vollkommen neue Eindrücke von Prag aufgesogen und wurde Pin Normi von zwei leichten Damen aus Sinti und Romakreisen begrabscht. Der letzte Tag brach an und die Pins sammelten noch mal Ihre Kräfte, um ein ausgiebiges Frühstück in dem Café im Innenhof einzunehmen.

Der Musiksender war klasse, was man vom Frühstück nicht sagen konnte, welches die Pins unter anderem mit Bohnen verzückte, die einfach aus der Dose inklusive Bohnengele KALT auf den Teller geschossen wurden. Trotzdem wurden alle gesättigt, so dass der Tranfer zum Flughafen, diesmal in einem Großraumtaxi, angegangen werden konnte. Als der Fahrer uns erblickte, genau jener der nur knapp einer Gasattacke bei der Hinfahrt entkommen konnte, verzog er direkt leicht sein Gesicht. Dieses "Verziehen" wurde später noch extrem verschlimmert, als sich die bereits oben angesporchenen Flatulenzien erneut lösten, diesmal aber mit noch mehr Alkoholunterstützung getränkt. Die Gerüche im Innenraum des Fahrzeugs sind nicht zu beschreiben, nur soviel sei gesagt, in einer Gerberei kann es kaum schlimmer sein. Der Rücktransfer verlief ohne besondere Vorkommnisse und als wir später mit dem Zug das Schild "Richtung Rheydt" in der Nähe von Köln passierten, wurden uns allen Warm ums Herz und eine weitere Kegeltour, mit viel Gelächter gepaart mit tiefsinnigen Wortwitz in einer wunderschönen Umgebung, neigte sich dem Ende.

PIN NORMI

Kernwasserwunderland 2009

Deutschland


Alles inklusive, alles verstrahlt, nichts behalten


Mallorca 2011

Spanien


Das Ziel unserer Jubiläumsreise zum 10-jährigen des Klubs war El Arenal auf Mallorca und die Pins Tascha, Hage, Lellek, Kasi, Normi und Flanzi fanden sich pünktlich am Düsseldorfer Flughafen ein. Lustiger hätte der Abflug nicht starten können denn es hießen uns Flugkapitän Hinz und sein erster Offizier Kunz herzlich an Bord willkommen, was unser Vorurteil „Hinz und Kunz fliegen doch nach Malle“ hundertprozentig bestätigte.

Das drei Sterne Hotel, welches unsere sehr großzügige Kassenwartin im Vorfeld abgezeichnet hatte, war schnell erreicht und überzeugte durch direkte Strandlage hinter dem Ballermann 11. Leider mussten die Kegeldamen „Die frechen Klopfer“ eine Station früher aussteigen, sonst wäre das Hotel wohl umgehend um mindestens zwei Sterne aufgewertet worden.

Natürlich haben sich die Pins nicht viel von den üblichen Ballermann Urlaubern abgehoben, d.h. Besuche des Megaparks, des Ballermanns, des Riu Palace oder aber Würfelspiele im Sand, bei dem der Verlierer die nächste Runde spendieren durfte, waren an der Tagesordnung. Zu erwähnen ist aber das die schlechtesten Schocker neben Eimern voll Bier, Sangria oder Wodka Lemmon auch Speiseeis oder Chips in verschiedenen Geschmacksrichtungen kredenzten.

Auch wenn diese bis dato ungekannte Zurückhaltung der Pins neu war, mussten trotzdem im Laufe des Urlaubs Ausfälle verzeichnet werden, wobei an dieser Stelle nur der braune Bär oder das Deutschlandwalroß in genannt werden sollten.

Am ersten Morgen wurden Pin Normi und Pin Hager um 7 Uhr durch ein ultimativ schlecht klingendes Lied aus der Schrankregion geweckt. Nach einigen Verwirrungen war klar dass dort ein Handywecker seinen Dienst tat. Soweit kein Problem, zumindest nicht für Pin Hager der Pin Normi ermahnte dieses auszustellen, aber das Geräusch entsprang dem gemeinsamen Tresor der Pins. Die Lage spitze sich zu als die beiden nun Hellwachen Pins realisierten, dass sich der Tresorschlüssel nicht im gemeinsamen Zimmer befand. Also stolperte Pin Normi eine Etage höher und klopfe, erst zaghaft, später fester an die Zimmertür von Pin Flanzi und Pin Tascha. Letztere öffnete leicht gereizt die Türe, übergab aber dann recht schnell den Schlüssel, so dass der Tresor geöffnet werden konnte. Nun hatten wir das Handy in der Hand, klar es war Pin Lelleks faux pas, aber abstellen konnten wir ohne den Pincode den Alarm trotzdem nicht. Also wieder die Beine in die Hand genommen und an die Zimmertür von Pin Lellek und Pin Kasi gehämmert und der Frühsport war endlich abgehackt.

Sportlich aktiv waren die Pins natürlich auch wieder und neben zwei Minigolfmeisterschaften, die Pin Lellek und Pin Normi für sich entscheiden konnten, wurde sogar eine Radtour unternommen. Bei der Abfahrt konnte noch kein Pin ahnen dass sich daraus eine Etappe der Spanienrundfahrt entwickeln würde, aber plötzlich war Palma de Mallorca erreicht und die Kathedrale begrüßte die Hochleistungstruppe. Ein kultureller Höhepunkt jagte den nächsten und auch für ein politisches Momentum wurde gesorgt, als die Pins in Palma zwischen zwei Demonstrationsfronten von einem linken schwarzen Block und Konservativen Altbürgern mit blauen Fähnchen und Korbhüten gerieten, die von einer Hundertschaft der Polizei getrennt wurde. Hintergrund war der Amtsantritt des neu gewählten Bürgermeisters der Stadt, der scheinbar einen Hang zur Korruption hat, durch Vetternwirtschaft an die Macht gekommen ist und eine sehr konservative Haltung an den Tag legt. Klar das diverse Pins sofort die blauen Fähnchen mit dem Aufdruck PP wehten und den entsprechenden Hut dazu angezogen haben und lustig die konservative Seite unterstützen. Durch diese aufgeheizte Atmosphäre wurde das alte Adlerfront-Gen von Pin Hager geweckt, der sich aus der Masse löste, die Polizeireihen durchbrach und mit einer Geste voll Abscheu im Gesicht „Schwule, Schwule“ dem linken Block entgegenschleuderte.

Sicher erwarten die Leser, Freunde und Gastkegler der Pins an dieser Stelle auch Geschichten aus der sexuell angehauchten Ecke, aber diesmal muss nichts verschwiegen werden. Der selbst ernannte Wächter der guten Sitten Pin Hager hat die einzigen beiden aussichtreichen Kandidatinnen einmal mit „Kniet nieder ihr Bauern die Frankfurter sind da“ und ein anderes mal mit „Sorry, wir fliegen heute nach Hause“ endgültig vertrieben. Auch Pin Kasis Anmache im Meer „Hi Mädels, müsst ihr auch pinkeln“ hat seine Wirkung überraschenderweise verfehlt

Es war eine tolle Tour, wenn man von Pin Ollis verletzungsbedingter Absage von der Anreise und Pin Normis schlimmen Blutblasen bei der Abreise absieht

PIN NORMI


Senheim 2014

Deutschland


Im Jahre 2014 verbrachten die Pins Ihre Kegeltour vom 04.-06.2014 im wunderschönen Senheim an der Mosel (www.senheim.de). Treffpunkt war das Haus von Pin Normi, welches der geselligen Runde für die, wie sich später herausstellen sollte viel zu kurzen, Nächte, Unterschlupf bot. Am ersten Abend steuerten die Pins den überregional bekannten Schinkenkeller (www.schinkenkeller.de) an, in dem Inhaber Klaus, trotz unzähliger Anfragen und unmoralischen Angeboten, netterweise einen Tisch mit Blick auf zwei Fernseher für den Klub reserviert hatte. Hier wurde, dank Chef de cuisine Uwe, köstlich gespeist und lecker gezapftes Bier verkostet. Scheinbar hat auch Urgestein Buxxxe Rainer während dieses Umtrunks drei Pins eine Zusage für Mallorca 2015 abgeschwätzt und die Buchung ist, es sei am Rande erwähnt, bereits erfolgt. Es war ja WM-Zeit und entsprechend wurde der Einzug ist Halbfinale unter Gesängen wie „Atemlos übern Platz, in der Abwehr Hummels Matz“ kräftig gefeiert, so dass der nur 200 Meter lange Weg ins Senheimer Festzelt einem Triumphzug gleich gekommen ist. Das Weinfest war bereits im vollen Gange, d.h. die Pins brauchten nur an der Bierzeltgarnitur, natürlich wie immer nah an der Livemusik, Platz zu nehmen und die erste Bestellung zu ordern. Das Weinlistenspiel dürfte Freunden der Pins bekannt sein und wurde, wie bereits Jahre zuvor, in Angriff genommen. Externe, die den Pins zwar eine Flasche Wein spendierten, dabei aber eine Nummer bzw. einen Wein außerhalb der Reihe bestellten, wurden völlig zu Recht von Pin Hage böse angegangen. Ein Pin, dessen Namen an dieser Stelle nicht extra zu benennen ist, hat frühzeitig nicht mehr aktiv an der Veranstaltung teil genommen, aber dafür ist Ehrenmitglied Pin Thivi eingesprungen. An Freitagabend wurde natürlich nicht nur die Tanzfläche durch den Klub eingenommen, sondern Tische und Bänke waren ebenfalls vor diversen Erwachsenenausdruckstänzen unsererseits nicht sicher. Der zweite Tag begann mit einem netten Frühstück und ganz „besonderen“ Brötchen. Parallel starteten die ersten Schockrunden um feinen Sekt, der auch aus medizinischen Gründen eingenommen werden musste, um den teilweise doch recht instabilen Kreislauf auf Tour zu bringen. Nachdem wir lange genug auf das Gemeinderatsmitglied Fredi gewartet haben, wurden die Pins von Ihm und Silli nach Cochem kutschiert, wobei ein ganz besonderer Dank an Beide geht. Hier angekommen ging es, nach einer kurzen Pause in einem Schnellimbiss, in eine mit roten Ledersitzen und Emailleschildern ausgestattete Lokalität, in der selbstverständlich umgehend die Würfelbecher erklangen. Viel Zeit blieb den Pins nicht, da um 15:00 Uhr das Schiff Richtung Senheim betreten werden musste. Auf diesem König der Meere angekommen scheuten die Pins keinen Regetropfen und platzierten sich auf dem Oberdeck unter freiem Himmel, wobei alle anderen x-Hundert Gäste nicht so mutig, bzw. nicht so dumm, waren. Klar wurde wieder geschockt und die vorbeigleitende Mosellandschaft verzückte die Pins ebenso, wie eine zu passierende Staustufe oder andere Luxuskreuzer. Als die Bedienung durch Pin Mark nach dem Schnapsangebot gefragt wurde und die nett anzusehende Dame unter anderem das Getränk „Arschbach“ als mögliche Bestellung nannte, wurden wir hellhörig. Auf genauere Nachfrage wurde jedoch klar, die Bedienung kommt aus Portugal und hat einfach den Markennamen „Asbach“ falsch betont. Dies rief wiederum Pin Hage auf den Plan, der zunächst posaunte er spreche fließend Portugisisch und dies auch mit „OBBBGREEEGAAAADOOO“ untermauerte, nein, er gab auch an in Portugal gewohnt zu haben. Die Dame war hoch erfreut und fragte „Wie lange denn?“. Pin Hage lehnte sich galant zurück, und wir alle wissen welchen Gesichtsausdruck er dann auflegt, um süffisiant zu antworten „3 Tage“. Im Senheimer Hafen wurden die Pins von Bord gelassen und steuerten kurzweilig die Unterkunft an. Frisch machen war die eine Intention, aber der Hauptgrund war eine VHS-Session des in Prag gedrehten Pin Ameng Films, der den Pins, aber auch Unbeteiligten, mehrfach Tränen in die Augen trieb. Nach diesem Lachflash wurde erneut das Senheimer Weinfest angesteuert und die Band „Los Cuador“ spielte in Ihrem unvergleichlichen Stil auf. Dieses Mal wurde der Abend noch länger, der Monde strahlte besonders hell und es endete am frühen Morgen mit diversen Einheimischen in Pin Normis Küche, in der nicht nur Looping Louie gespielt wurde, sondern auch aus dem Nichts Pablo, ein südamerikanischer Gast, auftauchte und die Gemeinschaft abrundete. Fit waren alles Pins trotzdem am nächsten Tag und die Abreise stand, wie immer viel zu früh, ins Haus. PIN NORMI



Amsterdam 2016


Am 8 April 2016 sind die Pins Tascha, Hage, Flanzi, Hilgi, OlliA und Normi mit dem Zug Richtung Amsterdam aufgebrochen. Treffpunkt war der Mönchengladbacher Hauptbahnhof, in dem Pin Flanzi die einzige private Runde der gesamten Tour ausgegeben hat, auf welche er gerne und häufig in den kommenden beiden Tagen hingewiesen hat. Denke diese Information wird auch in den folgenden Jahren noch von unserem Migrationshintergrundspin platziert werden. Kaum hatten die Pins die Grenze zu den Niederlanden inklusive ein paar Schockrunden überquert, wurden wir von einem sehr freundlichen Schaffner darüber informiert, dass die deutschen Bahnkollegen gerne mal zur Flasche greifen, jedoch die niederländischen eine strikte 0,0 Promillegrenze einhalten müssen. Wichtiger war aber die Folgeinformation des Schaffners für die Pins, nämlich dass, auf Grund eines Selbstmords auf den Bahnschienen, die Bahnreise in der Station Horst Sevenum endet. Pin Normi bedachte diesen Umstand mit dem Ausspruch „Kaum sind wir auf Tour haben wir die erste AnekTOTE“.

Nun ging es also mit dem Bus Richtung Eindhoven weiter, in welchem die Pins, wie damals auf Klassenfahrt nicht anders gelernt, die letzten Reihen in Beschlag nahmen. Die Stimmung war klasse, die Schockbecher schallten durch den Bus, das Gelächter war groß, d.h. zumindest bei uns, denn die restlichen Berufspendler bedachten uns doch ab und an mit einem strafenden Blick oder schüttelten sanft den Kopf. Ab Eindhoven verlief die Fahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle, sieht man von Pin Hagers Bastelkünsten ab, der sich kurzerhand aus einer Tüte eine Ku Klux Klan Haube bastelte und diese unverblümt zur Schau trug. In Amsterdam angekommen stiegen die Pins bei strahlendem Sonnenschein auf ein Shuttleboot um, welches die Mitreisenden in das Künstlerviertel der Stadt brachte, denn dort residierte der Klub für die nächsten beiden Nächte auf einem Botel. Das Botel haben wir direkt ins Herz geschlossen, denn Einrichtung, Bedienung und Musik konnten nicht besser sein und dies gepaart mit einer tollen Lage hat jeden Pin frohlocken lassen.

Nach ein paar Schockrunden auf unserem Boot wurde wieder das Shuttleboot bestiegen und die Pins fielen in Amsterdam City ein. Hier ließen wir uns treiben, genossen diverse lokale Köstlichkeiten, sogen Leute und Architektur auf und nahmen unser Hauptmahl in einem sehr guten argentinischen Steakhouse ein. Am frühen Abend musste Pin Flanzi, auf Grund von akuten Kreislaufproblemen, wahrscheinlich in der stressigen Anreise begründet, die Segel streichen und Pin Hilgi opferte sich auf und begleitete Ihn nach Hause. Die restlichen Pins folgten Pin Hager blind in die nächste Lokalität, und ja, das hat sich schon auf einigen Touren als grob fahrlässig erwiesen, aber auf dieser Reise sollte er uns eines Besseren belehren. Die Pins landeten in einer Eckkneipe im Rotlichtbezirk, die mit toller Musik lockte und wir den Männerchor gerne mit unseren Stimmen verstärkten. Pin Tascha merkte recht schnell an, dass sich auffällig viele und gut aussehende Männer in dieser Lokalität aufhielten, aber auch das Robbie Williams Medley machte uns noch nicht stutzig. Erst als ein gut gebauter junger Mann Oberkörperfrei, aber dafür mit Halsband, auf der Theke Liegestütze machte, dabei vom Wirt mit Sahne besprüht und mit holländischen Plätzchen bestreut wurde und andere „Bekannte“ diese Speise vernaschten, entlockte es Pin OlliA den Ausspruch „Meine Pins, das könnte eine Schwulenkneipe sein“. Auch wenn man die Herrentoilette nicht abschließen konnte, hielten die Pins es noch lange aus und verlebten noch wunderschöne Stunden mit den neu gefundenen Freunden.

Am nächsten Morgen wurden in einer stylischen Halle, direkt neben dem Botel liegend, auch gefrühstückt, jedoch lag der Fokus auf unserem Würfelspiel. Die Runden wurde länger als erwartet, dennoch konnte noch am Vormittag der Aufbruch in die Amsterdamer Altstadt erfolgen. Da auf unseren Touren die Kultur stets im Mittelpunkt steht, wurde kurzerhand eine Grachtenfahrt gebucht und der überaus lustige Kapitän versorgte die Pins mit vielen Informationen, die der eine Pin besser und der andere Pin schlechter verarbeiten konnte. Schon war es Mittag und die Suche nach einer Kneipe, die auch die deutsche Bundesliga zeigte, gestaltete sich schwieriger als erwartet. Nach einem gefühlten Halbmarathon blieb uns erneut nur ein argentinisches Restaurant als Anlaufziel, jedoch bot jenes keinen Vergleich zu dem tollen Restaurant vom Tage zuvor und die Resultate unserer Lieblingsmannschaften ließen ebenfalls Wünsche offen. Wir kannten uns ja nun mit den einheimischen Köstlichkeiten besser aus, durchstreiften fast wie Einheimische diverse Lokalitäten und verbuchten keinen Ausfall mehr. Somit verlebten wir einen wunderschönen letzten Abend und fuhren, fast wehmütig, mit dem Shuttleboot zu unserer Unterkunft und schauten dabei andächtig auf das nächtliche Amsterdam, denn eine tolle Kegeltour ging zu Ende.

PIN NORMI